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Trübes Wetter-trübe Stimmung

Januar 30, 2010

Yawn! von mightymightymatze. Foto: mightymightymatze via flickr

Was für ein Schmuddel- Wetter. Draußen ununterbrochen Regen und Schnee. Bei manchen Menschen führt permanentes Schlecht- Wetter zu Depressionen bis hin zu Schlafstörungen.

VON SAVAS SAVIDIS

Leandro, 8 Jahre alt, spielt gerne draußen.  Doch bei so einem Wetter vergeht im die Lust danach. Er schaltet sich dann lieber den Fernseher an oder spielt mit dem Computer. So geht es zurzeit vielen Kindern- und Erwachsenen in Deutschland. Überall herrschen seit vielen Tagen trübe Stimmung, Müdigkeit und bei manchen sogar Schlafstörungen. Wenn es mehrere Tage keine Sonne gibt und alles dunkel und nass ist, vergeht einem die Lust an allem: Es wird einem sozusagen, das Faulenz- Gen eingeimpft und die Wirkung vergeht erst wieder bei schönem Wetter- da erwärmt sich das Herz. Die Glückshormone die sogenannten „ Endorphine“ spielen dabei auch eine wichtige Rolle. Sie werden nämlich bei gutem Wetter, sprich sonnigem ausgeschüttet und verpassen einem ein befriedigendes Gefühl.

Der Mensch braucht das Licht und die Wärme

Bei zu lang anhaltendem Schlecht- Wetter leidet auch die Konzentration unter den Bedingungen, da das Gehirn nicht mehr so gut arbeiten kann, wegen Mangels an Licht. Die Nächte sind ganz Besonders schlimm, denn bei manchen treten Schlafstörungen ein oder ihnen wird Übel. Warum das schlechte Wetter so aufs Gemüt drückt? Biologe Josef H. Reichholf drückt es so aus: „Bei der Sehnsucht nach einem heißen Sommer klaffen Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander, weil der Mensch seiner Natur nach aus den Tropen stammt. Wir sind in Afrika entstanden, das heißt, unser Stoffwechsel ist auf tropische Temperaturen eingestellt. Wir brauchen Kleidung, Energiezufuhr und Heizungen in unseren Wohnräumen, denn unser thermoneutraler Bereich liegt bei 28 Grad Celsius.“ Der Mensch sei ein biologisches Produkt der Tropen und schätze die Trockenheit und Wärme. „ Was wir gar nicht mögen ist nässe“, so Reichholf. Nun hilft bei so einem Wetter nur eins: viel Bewegen und sich fit halten- aber vor allem Geduld bewahren. Das Wetter wird schon wieder besser, denn wie sagt ein Sprichwort: Alles kommt zu dem von selbst, der warten kann. Nun, Leandro muss auch warten, aber solange kann er sich die Zeit anders vertreiben- mal abgesehen von Computer und Fernsehen.

Neues Blog

Januar 24, 2010

Ich habe mich entschlossen WordPress zu downloaden, und meine eigene Homepage zu erstellen: Meine bisherigen Artikel auf diesem Blog, werden bald alle auf der Seite: http://www.aufgeschrieben.eu.tt verfügbar sein. Dort könnt ihr dann meine neuesten Artikel nachlesen. Vor allem die Übersichtlichkeit hat sich somit verbessert.

Mit freundlichen Grüßen,

Savas Savidis

Bischofshofen- Vierschanzentournee Videos

Januar 23, 2010

Beim letzten Springen der 58. Internationalen Vierschanzentournee gab es viele Highlights: Hier ein paar Videos und Eindrücke.

Die Siegerehrung und die anschließenden Statements des Gewinners Andreas Kofler (Österreich)

Tournee-Champ Kofler bei seinem Flug zum Triumph

Die Tagessiegerehrung in Bischofshofen

Viel Spaß beim Anschauen!


Neue Domain

Januar 23, 2010

Sehr geehrte Leser, mein Blog ist jetzt unter einer neuen Domain verfügbar: http://www.aufgeschrieben.de.tt

Extra für Sie, kein langer Name mehr, somit auch besser zu merken. Ich freue mich auf Ihren Besuch.

Mit freundlichen Grüßen,
Savas Savidis

Ausschreitungen im Iran- Ein Kommentar

Januar 23, 2010

VON SAVAS SAVIDIS

TEHERAN. Die Lage im Iran spitzt sich weiter zu. Mehrere zehntausend Demonstranten gingen auf die Straße, und machten ihrem Ärger gegenüber Präsident Mahmud Ahmadinedschad Luft. In der Hauptstadt Teheran kam es zu Straßenkämpfen; die Sicherheitskräfte gingen laut Augenzeugen mit Tränengas und Schlagstöcken vor. Nach Angaben der oppositionellen Internetseite Rahesals, wurden bei den Protestaktionen vier Demonstranten erschossen. Die Nachrichtenagentur Parlemannews.ir berichtete, dass unter den Opfern auch der Neffe von Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi sei. Eine genaue und unabhängige Berichtererstattung ist aber nicht möglich, da die Iranischen Behörden jegliche Informationsweitergabe der ausländischen Journalisten verbieten.

Die Oppositionellen gingen auf die Straße und protestierten gegen das Regime um Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Foto: 27389271 via flickr.com

Amateurfilmer gibt es aber trotzdem. Vor allem die Bilder, auf denen man blutüberströmte Menschen sieht sind erschreckend- und peinlich. Diese Unterdrückung der Opposition ist nicht akzeptabel und hinnehmbar. Auch US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerten sich zur Lage im Orient. Die beiden Staatschefs übten scharfe Kritik und sicherten den regimekritischen Demonstranten Unterstützung zu.

Obama und Merkel üben scharfe Kritik am Vorgehen des Regimes

Aber wie wollen sie das anstellen? Diplomatische Gespräche mit dem Land sind unterbrochen. Der Iran bastelt weiterhin an seinem vermeintlichen Atomprogramm. Und der Präsident des Landes Ahmadinedschad zeugt nicht gerade von Freundschaft gegenüber der Westlichen Welt. Denn trotz internationaler Proteste, plant der Iran den Bau zehn neuer Uran- Anlagen. Hier herrscht ein Versteckspiel  des regierenden Regimes. Nach Außen hin dient das Atomprogramm nur zur friedlichen Nutzung, doch wer weiß, ob dahinter nicht der Bau von Massenvernichtungswaffen steckt. Ein Beweis Pro oder Contra ist nicht möglich.

Doch die Aussagen von Ahmadinedschad sollten zu denken geben. Sätze wie „Israel soll von der Landkarte getilgt werden“, oder auch die Holocaust Leugnung zeigen, dass der Präsident keine friedlichen Absichten besitzt.

Mit dem Versuch, die Opposition zu unterdrücken, zeigt das Land im nahen Osten ein schlechtes Bild von sich. Warum lässt man den Menschen im Lande keine eigene Meinung? Die Antwort ist schnell zu finden: Gegenüber dem Regime stellt die Protestwelle eine Gefahr dar. Ahmadinedschad verliert immer mehr an Beliebtheit und musste sich im Juni bei der Präsidentschaftswahl, Wahlbetrug vorwerfen lassen.

Der Konflikt geht alle Menschen was an

Das gewaltsame Vorgehen gegenüber Menschen ist aber auch ein Armutszeugnis, und bestätigt, dass ein gerechtes und von Freiheit geprägtes Leben in diesem Lande nicht möglich ist- die Politik im Iran sieht sich Hilflos in dieser Situation, und weiß sich nur mit Gewalt zu helfen. Diese Situation beweist, dass die Regierung nicht fähig ist einen Staat zu führen. Genau das stellt jedoch die Gefahr dar. Die Ausschreitungen drohen zu eskalieren, das politische System steht mehr denn je in Zwiespalt- die ganzen Schlagzeilen lassen Menschen rund um den Globus nicht unberührt. Wenn es zu einem Bürgerkrieg kommt, hätte es massive Auswirkungen auf die Welt. Denn vor allem eines ist unberechenbar: Die Atomkraft. Man mag sich nicht vorstellen was passiert, wenn die Atomwaffen zum Einsatz kommen. Trotz der Ausschreitungen ist das Regime immer noch sehr gut aufgestellt: Treu ergebene Revolutionäre Garden und die Basiji, eine freiwillige militärische Einsatztruppe stehen immer noch hinter dem Präsidenten. Ajatollah Ali Chamenei, oberster geistlicher Führer Irans, steht geschlossen hinter Ahmadinedschad- doch fragt sich nur wie lange. Sollt e sich der Zustand im Land nicht verbessern, wird Chamenei gezwungen sein, einen Schlussstrich zu ziehen, und den Regierungschef zu entlassen.

Auch wenn die Proteste nicht neben unserer Haustüre stattfinden, im Endeffekt betrifft es alle Staaten der Erde. Der Iran liegt direkt neben Krisengebieten wie dem Irak oder auch Afghanistan. Wichtige Rohstoffe wie Erdöl und Erdgas sind im Besitz des Landes. Die Verwendung der Atomenergie ist unbekannt. Keine erfreulichen Nachrichten aus dem persischen Gebiet.

Eine Beendigung der Proteste ist nicht in Sicht- zumindest vorerst. Durch den Maulkorb, der den Regierungsgegnern verpasst wird, kommt eine Lösung nicht näher. Nur durch die Aussprache und Einbindung der Opposition kann Ruhe einkehren. Konkreter gesagt: Freie Meinungsäußerung, ohne Strafe, und die Wahrung der Pressefreiheit. Nur so kann man aus der Grube gezogen werde. Die Schlinge schließt sich nämlich immer weiter. Die Menschen wollen im Grunde nur eins: Ein Mitbestimmungsrecht. Und weil sie es nicht bekommen, müssen sie wohl oder übel auf die Straße um dafür zu kämpfen.

Es muss jetzt gehandelt werden, bevor es zu spät ist

Barack Obama und Angela Merkel gaben schon ihre Stimmen zur prekären Lage im Orient. Zwei Regierungschefs reichen aber nicht. Es müssen sich mehr Länder zusammenschließen und gegen das Verbrechen im Iran vorgehen. Auch Guido Westerwelle, Bundesaußenminister, ist jetzt gefordert. Von dem 48- Jährigen Vizekanzler war bisher reichlich wenig zu hören. Nur mit Worten ist es aber freilich nicht getan, wie man in der Vergangenheit schon miterleben durfte. Stichpunkt: Abbau des Atomprogramms.

Es muss weiter Druck auf den Staat ausgeübt werden. Obamas Rede im Juni 2009 in Kairo, sollte ein besseres Miteinander mit der islamischen Welt ermöglichen- auch der Iran sollte sich hier angesprochen fühlen. Bisher blieben die Worte nur heiße Luft, doch noch ist Zeit zum Handeln. Doch Schnelligkeit ist angesagt. Ahmadinedschad lässt zwar (noch) nicht mit sich reden. Doch die Zeit wird ihn zwingen, auch er ist auf die anderen Nationen angewiesen.

Bis jetzt hat sich China zwar als zuverlässiger Partner erwiesen, aber genau hier liegt der Schlüssel. Es muss auch gegenüber dem Land der Mitte eine höhere Gangart angelegt werden. So bleibt den Persern nämlich immer eine Alternative China, doch wenn diese eingeschränkt wird, muss man sich wohl oder übel woanders umschauen. Somit hat man eine bessere Chance, dass sich der Iran mehr der westlichen Welt öffnet. Denn noch so eine Schlappe wie bei der Weltklimakonferenz in Kopenhagen ist jetzt völlig inakzeptabel.

Als Erster kündigte die US-Regierung neue, aggressive Schritte gegenüber dem iranischen Regime an. Bisher nur ein einzelner Vorstoß, doch weitere werden sicher folgen- und das ist nötig. Leider helfen, wenn überhaupt, nur Sticheleien. Oder aber man setzt das Land diplomatischem bzw. moralischem Druck aus. Ein Beispiel: der Abzug aller Botschafter aus den EU-Staaten und auch Amerika. Wenn die ganze Welt was sagt, schreckt nämlich jedes Land zurück- auch der Iran.

Die Uhr tickt wie eine Zeitbombe. Es ist fünf vor zwölf. Den westlichen Ländern bleibt nicht mehr viel Zeit. Jetzt gilt es die Weichen für eine friedliche Zukunft mit dem Iran zu stellen. Das liegt im Interesse der gesamten Nationen.

Eine Demonstrantin in Teheran kämpft für die Freiheit des Landes. Foto: "SIR:Poseyal:KNIGHT of the DESPOSYNI via flickr.com

Kofler gewinnt die Tournee- Bodmer wieder bester Deutscher

Januar 10, 2010

Der Österreicher Thomas Morgenstern hat das letzte Springen der Vierschanzentournee in Bischofshofen gewonnen. Den Gesamtsieg sicherte sich aber sein Landsmann Andreas Kofler. Pascal Bodmer wieder bester Deutscher.

VON SAVAS SAVIDIS

Was hatte die 58. Vierschanzentournee nicht alles zu bieten: Spannung, Dramatik, Freude, aber auch Trauer- und die saß bei Simon Ammann bestimmt wie ein Stachel im Fuß. Der 28- Jährige Schweizer war mal wieder wie so oft in seiner Karriere haarscharf am Tournee- Triumph vorbeigeschrammt. Er konnte einem schon fast leidtun. Und tatsächlich. Nach Durchgang eins, sah es so aus, als würde Ammann den lang ersehnten Sieg mit nach Hause tragen. Mit seinem Sprung auf 136,0 Meter überraschte er die Elite- vor allem sein früher Start als 3. Adler gab zu Rätseln. Der Doppel- Olympiasieger klärte aber später auf: „Wir haben gestern taktiert, um vorne starten zu können, weil die Wetterbedingungen früher besser sind.“

Seine Idee schien aufzugehen: Die Konkurrenz um Schlierenzauer (128,5 Meter) und Gesamtführender Kofler (129 Meter) kamen relativ früh mit dem Boden in Berührung. Einzig Janne Ahonen (Finnland) zeigte mit 134 Metern einen guten Sprung.

Jetzt begann das Rechnen. Wer ist Führender? Wie viele Chancen auf einen Podestplatz sind noch gegeben?

Der Punkterückstand wurde umgerechnet: 7,1 Meter fehlten Ahonen gegenüber Kofler, Ammann schon 7,6. Schlierenzauer lag fast uneinholbar mit 9,4 Meter zurück. Plötzlich begann die Österreichische Dominanz zu wackeln. Kofler vor Ahonen und Ammann, Schlierenzauer plötzlich nur noch auf Rang vier, Loitzl Fünfter, so sah die Gesamtwertung nach der Ko- Runde aus.

Die 25 000 Zuschauer, wussten aber mit ihren unzählig vielen rot-weiß-rot Fahnen zu motivieren und verwandelten die Paul-Ausserleitner-Schanze in einen Hexenkessel.

Wer glaubte, dass die Sache nun gegessen war, lag aber mächtig daneben.

Der Adrenalinspiegel schoss nur so in die Höhe. Vor allem als die fünf besten Springer oben auf dem Turm, auf ihren zweiten Sprung warteten. Schlierenzauer konterte mit einem Satz auf 134,0, trotzdem war für ihn damit der Tournee- Sieg abgeschrieben. Vorjahressieger Loitzl verbesserte sich auch nach 130,5 auf 135,0 Meter. Den Gesamtsieg sicherte sich aber Andreas Kofler mit 133,5 Meter. Ahonen und Ammann hätten nun mindestens die 140- Meter-Marke knacken müssen, um ganz oben zu landen- das war dann aber zu viel des Guten. Der 5malige Tournee-Champion Ahonen überraschte gleich nach seinem Comeback die Skisprungnationen und unterstrich mit seinem 2. Sprung auf 133,5 Metern, dass mit ihm immer zu rechnen ist. Als dann auch Ammann „nur“ 131,5 Meter weit segelte, schwoll der österreichische Jubel lauthals an. Loitzl und Schlierenzauer bewiesen Teamgeist und trugen den 58. Gewinner der Vierschanzentournee auf den Armen. Kofler war ganz aus dem Häuschen: „Das ist die Krönung, einfach gewaltig, Wahnsinn. Ich habe mir das erträumt und nach zwei harten Jahren ist es wahr geworden“, so der überglückliche Tiroler.

Für Schlierenzauer endete ein enttäuschendes Turnier; einen Tag vor seinem 20. Geburtstag wollte er mit aller Macht den Sieg erzwingen. Am Ende stand er bei der Endabrechnung nur noch auf Platz 4 und verpasste somit das Podium.

Hinter Kofler reihten sich Rekordgewinner Ahonen und Vorjahressieger Loitzl ein.

Strahlend nahm Kofler den Schlüssel für seine 35 000 Euro teure Nobelkarosse in Empfang. Bei der Nationalhymne kamen dem 25-jährigen Österreicher sogar die Tränen.

Für Morgenstern wird dieser Tag auch noch lange in Erinnerung bleiben. Nach 2 Jahren ohne Weltcupsieg, schaffte der Doppel-Olympiasieger zwei gute Sprünge (133,0/136,0 m) und holte sich endlich wieder ein Erfolgserlebnis ab.
Mehr als enttäuschend verlief dagegen die Tournee für die DSV-Adler. Trotz guter Abschlusssprünge von Michael Neumayer (125,0/127,5) und Michael Uhrmann (120,0/131,0), der einen Leistungsschub hinlegte, blieben die deutschen weit hinter den Erwartungen zurück. „Natürlich können wir nicht zufrieden sein. Die Mannschaft hat Herz und Charakter gezeigt, das ist sehr erfreulich“, sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Bester Deutscher war wie bei den letzten drei Springen Pascal Bodmer (Meßstetten). Der 19-Jährige aus der Schwäbischen Alb stand 127,0 und 128,5 Meter, und wurde damit 7. in der Gesamtwertung. Martin Schmitt (Furtwangen) profitierte von der „Lucky-Loser“ Regelung. (122,5/123,5) waren trotzdem nicht die Ansprüche des Vizeweltmeisters. Im Gesamtklassement belegte er nur den 21. Platz. „Ich bin im Moment ein bisschen auf der Suche, bislang ist es leider noch nicht aufgegangen“, sagte Schmitt. Bei Bodmer schien ein ganz anderes Licht: „Ich habe mich immer wieder reingekämpft und kann zufrieden sein“.

Richard Freitag (Aue/116 Meter) und Andreas Wank (Oberhof/121 Meter) schafften es dagegen nicht in die Finalrunde.

Wegen des schlechtesten Abschneidens in der Geschichte der deutschen in einer Vierschanzentournee, keimten Zweifel ob Schuster der richtige Mann für das Amt des Trainers ist. Diese Gerüchte wurden aber schnell ins Reich der Fabel verwiesen: „ Natürlich können wir mit der aktuellen Entwicklung nicht zufrieden sein. Aber Schuster ist unser Mann und seine schwierige Aufgabe ein Mehrjahresprojekt“, sagte der Verbandspräsident Alfons Hörmann gegenüber SID.

So endet die Tournee wie alle Jahre wieder- es gibt Gewinner, aber auch Verlierer.

Nachtrag

Januar 5, 2010

Liebe Leserinnen und Leser, wie Sie sicherlich mitbekommen haben, ist das Springen aus Innsbruck noch nicht Online gestellt worden- ich befinde mich zurzeit im Urlaub. Spätestens am nächsten Sonntag ist aber der Artikel Online, natürlich zusammen mit dem letzten Springen aus Bischofshofen. Bitte haben Sie Geduld!

Mit freundlichen Grüßen aus dem verschneiten Tschechien,

Savas Savidis

Ammann mit neuem Schanzenrekord

Januar 1, 2010

Die drei Sieger aus Garmisch-Partenkirchen, hier in Liberec 2009 Foto: http://www.skijumping.pl/;Tadeusz Mieczyński

VON SAVAS SAVIDIS

Was für ein Neujahrsspringen in Garmisch Partenkirchen. Wenn das Jahr 2010 sich so fortsetzt wie das Festival in Bayern, dann braucht man sich gar keine Sorgen um die Zukunft unserer zu machen. Erst der Schanzenrekord von Simon Ammann, dann der Gewinn von Gregor Schlierenzauer. Dieser Neujahrstag hatte alles zu bieten: von Spannung bis Dramatik war alles drin.

Am Ende hieß der Sieger Gregor Schlierenzauer. Der 19- Jährige Österreicher gewann mit Sprüngen auf 136,5 sowie 137,5 Metern. Er wusste sich auch zu bedanken: „Es war heute ein Traum-Tag. Nach Oberstdorf, nach der Krankheit, wieder zurückzukommen verdanke ich dem Doktor.“  Dahinter reihten sich Vorjahressieger Wolfgang Loitzl und Simon Ammann ein. Vierter wurde der weiterhin Gesamtführende Andreas Kofler. Janne Ahonen lieferte einen sauberen zweiten Sprung ab und landete auf Platz 6.

Das Team um Bundestrainer Werner Schuster blieb weit hinter den Erwartungen zurück und enttäuschende auf ganzer Linie. Bester DSV- Springer war wie in Oberstdorf der Newcomer Pascal Bodmer (Meßstetten) mit Rang 16., vor Michael Neumayer. Andreas Wank fand sich auf Position 20. wieder. Für Michael Uhrmann, Severin Freund, den 19- jährigen Richard Freitag und Maximilian Mechler war der Tag schon nach dem 1. Flug beendet. Sie schafften es nicht ins Finale der besten 30.

Routinier Uhrmann gab sich aber kämpferisch: „Irgendwann werde ich schon wieder besser springen, auch wenn mir das momentan keiner glaubt.“

Auch Thomas Morgenstern fiel zurück. Der Doppel- Olympiasieger aus Turin kam mit Weiten von 130,0 und 132,5 nicht an seine Normalform heran und landete somit abgeschlagen auf dem 9. Rang.

Simon Ammann blieb zwar nur der 3. Platz, doch das war dem Schweizer herzlich egal. Er stellte mit 143,5 Metern einen neuen Rekord auf der großen Olympiaschanze auf und konnte einige Punkte gegenüber der Gesamtwertung aufholen. Es keimten aber Zweifel auf, ob der Wind nicht Ammanns Flug positiv beeinflusste, und somit ein Satz für eine utopische Weite nicht mehr so schwer sei. Sei’s drum. Im Nachhinein kann sowieso nichts mehr geändert werden. Die 25 000 Zuschauer kamen auf ihre Kosten und applaudierten mit stehenden Ovationen den überglücklichen Ammann.

Wolfgang Loitzl, der Sieger der Tournee 2009 überraschte als er im Finaldurchgang wie schon im ersten Durchgang auf 135,0 Meter den Telemark ansetzte. Trotz der vielen Meter, die zu Ammanns Schanzerekord fehlten, ging der Österreicher zwischenzeitlich in Führung. Das hatte er seiner sauberen und fast perfekten Landung zu verdanken; die Jury vergab ihm die besten Haltungsnoten des Tages. Dennoch musste er sich am Schluss seinem Landsmann Schlierenzauer geschlagen geben.

Aus deutscher Sicht kann man nur hoffen, dass es auf den Schanzen in Innsbruck und Bischofshofen besser läuft. Trainer Werner Schuster wusste, woran es heute haperte: „Wir schauen momentan ziemlich alt aus, weil wir keinen haben, der in die Spitze reinspringen kann. Die Arrivierten wie Martin Schmitt springen zurzeit einfach weit unter ihren Möglichkeiten.“ Im Endeffekt war es ein wunderschöner Tag in Garmisch- nur nicht aus Sicht des deutschen Teams.

– Morgen geht’s schon weiter. In Innsbruck findet um 13.45 die Qualifikation für das 3. Springen statt. Der Wettkampf steigt dann am Sonntag ebenfalls um 13.45 Uhr. Den Abschluss bildet die Paul-Ausserleitner-Schanze in Bischofshofen am Dreikönigstag um 16.45 Uhr.

Frohes neues Jahr!

Dezember 31, 2009

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen ein frohes neues Jahr 2010! Einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel Erfolg im Beruf und der Familie! Hoffentlich bleiben Sie meinem Blog treu; Stellen sie auf jeden Fall schon den Sekt kalt und feiern Sie schön! Hoffentlich sehen wir uns bald hier auf der Seite!

Ein frohes neues Jahr... von chris grabert.Foto: chris grabert, flickr.com

Mit freundlichen Grüßen,

Savas Savidis